Rotmilan

Der Rotmilan (Milvus milvus), im Volksmund auch Gabelweihe genannt, ist im Flug besonders gut an seinem rostroten, gegabelten Schwanz zu erkennen. Das Verbreitungsgebiet, welches vor allem Europa umfasst, ist recht klein. Ca. die Hälfte des Weltbestandes lebt in Deutschland, daraus ergibt sich eine besondere Verantwortung für den Erhalt der Art. Er fehlt in Deutschland an der Nordseeküste, im Norden und Westen Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens sowie in weiten Teilen Bayerns. In den anderen Bundesländern ist er weit verbreitet.

Der Lebensraum des Rotmilans sind offene, strukturreiche Landschaften des Tieflandes bis hin zum mittleren Bergland. Sein Horst baut er in Randlagen von Laubwäldern, aber auch in Feldgehölzen und Parkanlagen. Er jagt im Suchflug auf Acker- und Grünlandstandorten mit kurzer Vegetation. Zu seiner Beute gehören kleine Säuger und Vögel, ergänzend dazu werden auch Käfer, Regenwürmer und Aas gefressen. Mitteleuropäische Rotmilane ziehen im Herbst Richtung Südwesten und überwintern am nordöstlichen Mittelmeer. Allerdings verbleiben immer mehr Tiere im Winter hier.

Veränderte Landnutzung und Intensivierung der Landwirtschaft führen zu einem verringerten Nahrungsangebot. So haben die Bestände ehemals häufige Beutetiere wie Feldhamster, Feldhase und Feldmaus stark abgenommen. Eine weitere Gefährdung sind Unfälle an Freileitungen und Windrädern. Der Rotmilan ist nach Bundesnaturschutzgesetz und der europäischen Vogelschutzrichtlinie (Anhang I) geschützt.

Gebiet

  • Naturpark Barnim
  • Biosphärenreservat Spreewald
  • Naturpark Niederlausitzer Landrücken
  • Naturpark Westhavelland
  • Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft
  • Naturpark Dahme-Heideseen
  • Naturpark Stechlin-Ruppiner Land

Kategorien

  • Vögel