Schwarzmilan

Der Schwarzmilan (Milvus migrans) besitzt ein großes Verbreitungsgebiet. Er siedelt in Eurasien, Afrika, Südostasien und Australien. Im Osten Deutschlands besiedelt er ein großes, geschlossenes Gebiet mit Schwerpunkt in Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Er fehlt in großen Teilen von Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Bayern.

Als Lebensraum bevorzugt er Feuchtgebiete z.B. Auen oder baumbestandene Seeufer. Er brütet in Feldgehölzen und an Waldrändern besonders wenn diese in der Nähe von fischreichen Gewässern liegen. Bei ausreichend Nahrung und Nistmöglichkeiten kommt er auch in trockenen Gebieten vor. Den Horst baut er gern auf starke Astgabeln und bebrütet dort 2-3 Eier. Tiere aus Mitteleuropa ziehen zum Überwintern ins tropische Afrika. Außerhalb der Brutzeit und in den Winterquartieren nutzt der Schwarzmilan gemeinsame Schlafplätze auf Bäumen. Seine Nahrung richtet sich nach dem Angebot. Er frisst Fische, Vögel, kleine Säugetiere und Aas. In manchen Gegenden spielen Mülldeponien eine große Rolle bei der Nahrungssuche.

Der Schwarzmilan ist gefährdet durch die Verbauung der Auen, eine veränderte Landnutzung, Umweltchemikalien (Pestizide, Schwermetalle) und die Trockenlegung von Feuchtgebieten. Er ist nach Bundesnaturschutzgesetz und der europäischen Vogelschutzrichtlinie (Anhang I) geschützt.

Gebiet

  • Naturpark Barnim
  • Biosphärenreservat Spreewald
  • Naturpark Westhavelland
  • Naturpark Dahme-Heideseen

Kategorien

  • Vögel