Seeadler

Der Seeadler (Haliaetus albicilla) ist mit einer Flügelspannweite von maximal 2,40 m der größte Greifvogel Nordeuropas. Er hat ein großes Verbreitungsgebiet, welches sich von Osteuropa bis zum Pazifik erstreckt, aber nur unregelmäßig besiedelt ist. In Deutschland stellt die Elbe die südwestliche Verbreitungsgrenze dar. Vorkommen finden sich an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins, in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und in der sächsischen Oberlausitz. In Brandenburg ist das Vorkommen sehr lückig.

Der Seeadler ist an große, nährstoffreiche Gewässer (Küsten, große Seen, Flüsse) mit vielen Wasservögeln und Fischen gebunden. Er baut sein Nest aus Stöcken und Reisig in alten Baumbeständen. In unserer Region ist der Seeadler ein Standvogel, nur Jungvögel oder Tiere ohne Revier ziehen auf der Suche nach Nahrung weitläufig umher. Er ernährt sich vor allem von Wasservögeln und Fischen. Im Winter frisst er auch zunehmend Aas, z.B. tote Fische aber auch Überreste aus der Jagd.

Früher stellte die Verfolgung durch den Menschen eine große Gefahr dar. Heute leidet er stärker unter dem Einsatz von Insektiziden. Besonders das Insektizid DDT führte zu starken Bestandseinbrüchen. Auch Vergiftungen durch Blei (Anreicherung in Fischen, Bleimunition) sind nicht selten. Es kommt auch häufiger zu Kollisionen mit Oberleitungen, Eisenbahnen und Windrädern. Der Seeadler ist nach Bundesnaturschutzgesetz und der europäischen Vogelschutzrichtlinie (Anhang I) geschützt.

Gebiet

  • Naturpark Barnim
  • Biosphärenreservat Spreewald
  • Naturpark Niederlausitzer Landrücken
  • Naturpark Westhavelland
  • Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft
  • Naturpark Dahme-Heideseen

Kategorien

  • Vögel