Wachtelkönig

Der Wachtelkönig (Crex crex) ist auch unter den Namen Wiesenralle und Wiesenknarrer bekannt. Er hat im Osten und Südosten Europas seinen Schwerpunkt, in Mitteleuropa ist das Vorkommen dagegen sehr lückenhaft. In Deutschland gibt es ein Gefälle von Nordost (eher häufig) bis Südwesten (nur einzelne Vorkommen). In Brandenburg ist er seltener in den Hochflächen der Altmoränen (Priegnitz, Fläming, Lausitzer Landrücken) anzutreffen bzw. fehlt dort sogar ganz. Sein Schwerpunkt in Brandenburg liegt im Unteren Odertal.

Der Wachtelkönig bevorzugt größere Wiesen, zusammenhängende Grünlandareale und Niedermoorgebiete mit einer Vegetation, die nicht niedriger als 35 cm sein sollte. Er ist eher auf feuchteren Standorten mit einzelnen Bäumen oder Sträuchern anzutreffen, Flächen mit Frühjahrs- oder Winterhochwässern werden gern besiedelt. Er ist ein Langstreckenzieher und verbringt die Zeit zwischen August und Mai im Osten bzw. Süden Afrikas. Er lebt verborgen und einzelgängerisch. Dafür sind seine Rufe aber bis zu einem Kilometer weit zu hören. Sie erklingen vor allem nachts und können über Stunden wiederholt werden. Das Nest wird am Boden gebaut und vom Weibchen allein bebrütet. Der Wachtelkönig ernährt sich von Insekten, Regenwürmern, kleinen Fröschen, Pflanzenteilen und Samen, die er vom Boden absammelt.

Vor allem durch die Zerstörung der Lebensräume ist der Wachtelkönig gefährdet. So führen die Trockenlegung von Feuchtgebieten, Grünlandumbruch, Überweidung und Überdüngung sowie eine intensivere Mahd zu verringerten Beständen. Intensivere Mahd bedeutet einerseits ein früherer Mahdzeitpunkt, was zum Zerstören der Gelege führt und andererseits auch eine schnelle, großflächige Mahd, wodurch die Tiere nicht mehr rechtzeitig flüchten können. Der Wachtelkönig ist nach Bundesnaturschutzgesetz und der europäischen Vogelschutzrichtlinie (Anhang I) geschützt.

Gebiet

  • Naturpark Barnim
  • Biosphärenreservat Spreewald
  • Naturpark Westhavelland
  • Naturpark Dahme-Heideseen

Kategorien

  • Vögel