Sehenswürdigkeiten

Lehde: Venedig des Ostens

Foto: Archiv des Biosphärereservats Spreewald
Foto: Archiv des Biosphärereservats Spreewald

Zu den beliebtesten Wanderungen im Spreewald gehört zu jeder Jahreszeit der Weg vom Lübbenauer Hafen nach Lehde. Durch seine zahlreichen gut erhaltenen Blockhäusern vermittelt Lehde den Charme vergangener Jahrhunderte. Schon Theodor Fontane war von der Einzigartigkeit des kleinen Spreewalddorfs begeistert. „Es ist die Lagunenstadt in Taschenformat, ein Venedig, wie es vor 1500 Jahren gewesen sein mag, als die ersten Fischerfamilien auf seinen Sumpfeilanden Schutz suchten.“, schrieb er in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Bis 1929 war das im 14. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnte Dorf ausschließlich per Kahn zu erreichen. Heute steht das idyllische, auf einer Insel gelegene, von Kanälen durchzogene Dorf insgesamt unter Denkmalschutz. Das Freilandmuseum zeigt Gehöfte und Gebäude aus dem Spreewald und informiert über Natur, Kultur, Land und Leute.

Das Spreewalddorf Leipe

Foto: Archiv des Biosphärereservats Spreewald
Foto: Archiv des Biosphärereservats Spreewald

Das kleine Spreewalddorf ist auf einer Grundmoräneninsel erbaut und wurde bereits 1315 erstmals erwähnt. Es war bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts ausschließlich übers Wasser zu erreichen. Heute ist Leipe - inmitten von der typischen kleinräumigen Spreewaldlandschaft aus Wiesen, Weiden, Feldern und Wald gelegen - ein beliebtes Etappenziel für Paddler, Wanderer und Radler. Die nahe gelegene Gaststätte Dubkow-Mühle (vom niedersorbischen dub - die Eiche) ist als ehemalige Wassermühle ein lohnendes Ausflugsziel. Im Keller der Mühle bewachte früher der legendäre "Ochsenfrosch" den Vorrat an gefangenen Fischen.

Die Streusiedlung Burg

Foto: Archiv des Biosphärereservats Spreewald
Foto: Archiv des Biosphärereservats Spreewald

Die Streusiedlung Burg mit ihren Ortsteilen Dorf, Kauper und Kolonie zieht sich über eine Fläche von 30 Quadratkilometern hin und ist damit das größte Dorf Deutschlands. Der Ort ist seit der Steinzeit besiedelt. Auf dem sagenumwobenen Schlossberg stand eine frühgeschichtliche Wallburg. Unter der Erde lebten hier die Lutken (Zwerge), die den Spreewäldlern Gutes taten. Heute hat man vom Bismarckturm, der sich auf dem Schlossberg erhebt, eine weite Aussicht in die Spreewaldlandschaft. Die Burger Streusiedlung ist ein architektonisches Kleinod sorbischer Holzblockbauweise. Es existieren noch etwa 1.000 Holzblockbauten - der bedeutendste mitteleuropäische Blockhausbestand nördlich der Alpen.