Naturtourismus

Der Spreewald ist neben Potsdam die einzige weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte touristische Attraktion Brandenburgs. Jährlich besuchen mehr als vier Millionen Gäste das in Mitteleuropa einmalige Labyrinth der Fließe, um sich beim Kahnfahren, Paddeln oder Radeln zu erholen.  Als Großschutzgebiet touristische Entwicklung hier voran zu treiben, heißt für das Biosphärenreservat Spreewald vor allem, sich gemeinsam mit den Partnern aus Tourismusvereinen und -verbänden sowie den touristischen Leistungsträgern vor Ort für einen umweltgerechten, nachhaltigen Tourismus zu engagieren.  Ganz besondere Priorität haben dabei Vorhaben zur Entwicklung des Naturtourismus, der in der artenreichen Auenlandschaft das touristische Thema schlechthin darstellt. Erfahren Sie mehr.

Paddeln im Spreewald (Foto: Naturwacht Spreewald)

Orientierung für Wasserwanderer

Der Spreewald – Land tausend Fließe – ist ein Paradies für Wassertouristen. Ein Revier von unglaublicher Vielfalt in dem sowohl sportlich geübte Kanuten ihre Herausforderung finden, wie auch Paddel-Neulinge, die sich hier auf ihre erste Paddeltour begeben können. Viele Tipps zum Wasserwandern finden Sie hier.

(Foto: Archiv des Biosphärenreservats)
Paddeln (Foto: Archiv des Biosphärenreservats)

Biwak Plätze bieten Übernachtungsmöglichkeiten für Wasserwanderer

Auf den Spreewaldfließen zu paddeln wird bei Touristen von Jahr zu Jahr beliebter. Diese aktive Form erlaubt es dem Besucher, Natur unmittelbar und aktiv zu erleben, kann aber auch zu einer Belastung für Tiere und Pflanzen werden, insbesondere, wenn Naturfreunde "wild" im Biosphärenreservat campen. Für Wasserwanderer im Biosphärenreservat gibt es deshalb 15 legale Rastplätze (Biwak Plätze), auf denen sie für eine Nacht ihr Zelt aufschlagen können. Dank eines Informationssystem, dessen Aufbau vom Biosphärenreservat initiiert und betreut wurde, finden die aktiven Spreewaldtouristen auf allen Rastplätzen, von Burg im Oberspreewald bis zum Neuendorfer See im Unterspreewald, Informationen zu den Rastplätzen und viele andere wichtige Hinweise zum Paddeln im UNESCO-Biosphärenreservat. Untergebracht sind die Infotafeln in ausgedienten Spreewaldkähnen, wie sie dem Biosphärenreservat auch andernorts als spreewaldtypische Informationsträger dienen.

(Foto: Archiv des Biosphärenreservats)
(Foto: Archiv des Biosphärenreservats)

Naturbeobachtung

Aussichtstürme  am Barzlin zwischen Lübben und Lübbenau im Oberspreewald und am Wussegk nahe Schlepzig im Unterspreewald laden seit 2005 zur Tierbeobachtung ein. Die am Europawanderweg E 10 gelegenen Türme sind Bausteine des im Aufbau befindlichen Wildtiertrails, der von Burg bis Schlepzig durch den Spreewald führen soll. Errichtet wurden die Beobachtungspunkte in einer Kooperation des NABU Spreewald mit dem Biosphärenreservat und anderen Partnern aus der Region als Leader+ Projekt. Hauptsponsor ist das südaustralische Weingut Banrock Station, das sich im Rahmen seines internationalen Sponsoringprogramms zum Schutz von Feuchtgebieten seit 2004 im Biosphärenreservat Spreewald engagiert. Mit den sowohl von Land als auch vom Wasser aus erreichbaren Türmen wurden den Touristikern des Spreewaldes neue Möglichkeiten eröffnet, hochwertige Angebote für den Naturtourismus zu kreieren und zunehmend Besucher auch außerhalb der Saison anzulocken. Mehrere Tourismusanbieter der Region haben spezielle Rad-, Kahn- oder Bootstouren zu den Naturbeobachtungshighlights entwickelt und auch die Naturwacht des Biosphärenreservates Spreewald bezieht die Türme in ihre Angebote ein.